Von morgens bis abends geht es um die Wurst

Bericht aus:  DIE RHEINPFALZ - NR. 89 Dienstag, 15. April 2014

WINNWEILER: Metzgerei Lauer ist bei Qualitätsprüfung für Fleischwurst, Käsewürstchen und Fleischkäse mit "Gold" ausgezeichnet worden.

Wenn es um seine Arbeit geht, kann Andreas Lauer ziemlich penibel sein. Arbeitet der 45-jährige Fleischermeister an einer neuen Wurst-Kreation, dann ist das in der Regel ein langwieriger Prozess. Dass sich der Aufwand lohnt, zeigt sich an den Auszeichnungen, die der Winnweilerer Metzger regelmäßig mit seinen Produkten bei Qualitätsprüfungen gewinnt. Jüngster Erfolg: Fleischwurst, Fleischkäse und Käsewürstchen sind vom Fleischerhandwerk mit „Gold“ dekoriert worden.

Andreas Lauer mit seine mit Gold prämierten Wurstwaren

Der Tüfteler: Inhaber Andreas Lauer versucht ständig, das Angebot seiner Metzgerei im Winnweilerer Ortskern zu verbessern. Daher probiert er häufig neue Wurstsorten aus. Bei der Qualitätsprüfung des Fleischerhandwerks hat er nun für drei Klassiker "Gold" erhalten: Seine Fleischwurst, Käsewürstchen und den Fleischkäse. (FOTO: NOBI)

Die Preisrichter hat der Winnweilerer mit seiner "Wurstelei" überzeugt: "Von den drei eingereichten Produkten hat die Fleischerei Lauer drei Auszeichnungen in Gold errungen", heißt es in der offiziellen Mitteilung. Besonders stolz ist Lauer auf seine Käsewurst, die der Fleischermeister selbst in zahlreichen Schritten ausgetüftelt und verbessert hat. Außerdem sind sein Fleischkäse und zum wiederholten Male seine Fleischwurst in die höchste Qualitätsstufe eingeordnet worden. Und das, obwohl die Konkurrenz groß gewesen ist: Immerhin haben an den Prüfungen knapp 300 Betriebe aus dem gesamten Bundesgebiet teilgenommen. Insgesamt 1600 Produkte – vom Würstchen über den Schinken bis hin zum Braten – haben die mehr als 150 Preisrichter unter die Lupe, die Nase und besonders auf die Zunge genommen. Denn der Jury – sie setzt sich zusammen aus Vertretern des Fleischerhandwerks, der Lebensmittelüberwachung und Veterinärämter sowie aus "normalen" Verbrauchern – geht es bei ihrem Urteil vor allem um den guten Geschmack.

Nun steht Andreas Lauer in seiner Metzgerei im Ortskern von Winnweiler und schaut prüfend auf die Auslage. Vor etwas mehr als 20 Jahren hat er die Meisterprüfung abgelegt, er führt die Metzgerei, die seit über 150 Jahre im Herzen von Winnweiler ansässig ist, in der vierten Familiengeneration. Kein Zuckerschlecken, wie er im Gespräch mit der RHEINPFALZ berichtet: Sein Arbeitstag beginnt normalerweise um 3.30 Uhr und endet erst am Abend. "Es ist eben immer etwas zu tun", sagt der Familienvater lapidar. Weil es zu seinem Selbstverständnis gehört, ständig das Angebot seines Geschäfts zu verbessern, probiert er neben dem Alltagsgeschäft auch weiterhin neue Wurstsorten aus. So experimentiere er zurzeit mit Kochschinken, der durch Spargel oder auch Bärlauch verfeinert wird.

Mit dem richtigen Geschmack sei es eine Art Geduldspiel: "Da kommt es manchmal auf jedes Gramm an", betont er. Die Feinabstimmung ist das Entscheidende: Wie so oft im Leben, so steckt auch hier der Teufel im Detail. Dabei liege das Geheimnis der guten Qualität nicht nur in der Kreativität, den besonderen Gewürzen und der Geduld des Metzgers begründet; auch die Frische der Ware sei ausschlaggebend für den Erfolg bei Kunden und Qualitätsprüfern. "Früher haben wir einmal die Woche geschlachtet, später zweimal – heute sind wir dreimal in der Woche beim Schlachten", berichtet Lauer. Das erklärt auch den straffen Arbeitsrhythmus, dem er sich unterwirft. "Geschmacklich ist es ein großer Unterschied, ob das Fleisch frisch ist oder nicht", sagt er. Um den höchsten Ansprüchen gerecht zu werden, stelle man lieber weniger Wurst und Fleisch her, dafür aber öfter.

Pläne, weitere Filialen in der Region zu eröffnen, hat Lauer nicht. Was treibt also den Metzger an, der mit 45 Jahren schon zahlreiche Preise und viel Lob von Kollegen erhalten hat? "Mir geht es letztendlich darum zu zeigen, dass wir in der Region gute Waren produzieren und eine gute Qualität bieten können." Darauf achte er vom Einkauf über die Herstellung bis hin zum Verkauf. So komme beispielsweise das Rindfleisch aus dem Kreis Kaiserslautern und das Lammfleisch aus Börrstadt. Zufrieden ist Lauer mit dem Einzugsgebiet: Viele Kunden kämen mittlerweile auch aus Rockenhausen oder anderen Gemeinden des westlichen Donnersbergkreises nach Winnweiler.

Sind ehemalige Nordpfälzer, die es in die Ferne verschlagen hat, zu Besuch in der Heimat, dann holen sie in der Metzgerei Lauer oft Mitbringsel für ihr neues Zuhause. Das bedeute, dass Winnweilerer Käsewürstchen oder Fleischwurst des öfteren mal in Hamburger oder Münchner Kühlschränken landen, erzählt Lauer schmunzelnd. Vorausgesetzt, sie haben die Fahrt "überlebt" ... (stwo)

Öffnungszeiten

Montag: 6:00 - 12.30 h 14:00 - 18.00 h
Dienstag: 6:00 - 12.30 h 14:00 - 18.00 h
Mittwoch: 6:00 - 12:30 Uhr, nachm. geschl.
Donnerstag:   
6:00 - 12.30 h 14:00 - 18.00 h
Freitag: 6:00 - 12.30 h 14:00 - 18.00 h
Samstag: 6:00 - 12:30 Uhr, nachm. geschl.

Fleischerhandwerk

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